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Pfreimd (Der Neue Tag - 29.02.2020)
Amtsinhaber Richard Tischler (Freie Wähler) peilt eine zweite Wahlperiode an und möchte seine Arbeit an der Spitze des Stadtrats fortsetzen. Die CSU schickt Wolfgang Lotter ins Rennen. Bei den Kommunalwahlen vor sechs Jahren hatte sich Tischler gegen drei weitere Kandidaten durchgesetzt. Zunächst hatte er 43,9 Prozent der Stimmen für sich verbucht, in der Stichwahl mit Hubert Betz als Herausforderer konnte er 63,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Tischler hatte vor sechs Jahren ÖDP-Mann Arnold Kimmerl abgelöst, der nicht mehr angetreten war und in den vergangenen sechs Jahren als Landrats-Stellvertreter fungierte.
Vor dem Urnengang am 15. März hat unserer Zeitung „Der neue Tag“ die beiden Kandidaten gebeten, auf zehn von uns gestellte Fragen zu antworten. Das Ergebnis ist auf dieser Seite zusammengefasst.
ONETZ: Name, Alter, Familienstand, Beruf
Tischler: Richard Tischler, 60 verheiratet, seit 2014 Bürgermeister der Stadt Pfreimd
Lotter: Wolfgang Lotter, 40, ledig, Softwareentwickler
ONETZ: Braucht die Stadt einen neuen Mann an der Spitze?
Tischler: Nein
Lotter: Ja, da junge innovative Ideen eines unverbrauchten Bürgermeisters die Stadt zukunftsgerichtet voranbringen.
ONETZ: Warum kandidieren Sie?
Tischler: Weil der Beruf des Ersten Bürgermeisters von Pfreimd ein sehr schöner Beruf ist und weil ich die zahlreichen bereits begonnenen und weitere geplante Vorhaben zusammen mit der Verwaltung und dem Stadtrat abschließen, beziehungsweise umsetzen möchte.
Lotter: Ich möchte Pfreimd für die Zukunft stärken, die Lebensqualität erhalten und ausbauen, damit alle Bürgerinnen und Bürger gerne und mit Heimatverbundenheit in Pfreimd leben.
ONETZ: Was unterscheidet Sie von Ihrem Gegenkandidaten?
Tischler: Ich bringe zwölf Jahre kommunalpolitische Erfahrung mit, davon sechs Jahre als Erster Bürgermeister und Kreisrat. Schon in meinem vorherigen Beruf habe ich mich 27 Jahre lang mit politischen Themen befasst und diese journalistisch begleitet.
Lotter: Dass ich mit frischer Energie Projekte zielorientiert angehe, nach kreativen Lösungsansätzen suche.
ONETZ: Wie wollen Sie die Kommune weiterentwickeln?
Tischler: Aufgabe des Ersten Bürgermeisters ist es, die Verwaltung und den Stadtrat zu einer sachorientierten Interessensgemeinschaft zu verbinden, die sich über Parteigrenzen hinweg zusammen für die Belange der Stadt und ihrer Ortsteile einsetzt.
Lotter: Pfreimd muss sich zukunftsorientiert und nachhaltig in den Bereichen Infrastruktur und Tourismus aufstellen.
ONETZ: Wo besteht der dringendste Handlungsbedarf?
Tischler: Neben der weiteren Sanierung der Infrastruktur (Straßen, Wasser, Kanal) sehe ich Handlungsbedarf in der Wiederbelebung der Leerstände in der Altstadt sowie der Schaffung weiterer Wohn- und Gewerbeflächen im Hauptort und in den Ortsteilen.
Lotter: In der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, der Sanierung des Straßennetzes und der Kanalisation und in der Lärmvorsorge an der Bahnstrecke.
ONETZ: Nennen Sie Ziele, die Sie in Ihrer Amtszeit gerne verwirklichen würden.
Tischler: Langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zusammen mit Nabburg, Schaffung neuer Baugebiete, Erweiterung der Gewerbeflächen, eine Einrichtung für altersgerechtes, beziehungsweise betreutes Wohnen, Fortsetzung der Straßensanierungen.
Lotter: Soziale Einrichtungen wie Kindergarten und Schule zeitgemäß ausbauen und ausstatten; Ausreichende Lärmvorsorge bei der Elektrifizierung der Bahnstrecke; Bestmögliche Unterstützung von Familien, Senioren und behinderten Mitbürgern; Vernünftige wirtschaftliche Haushaltsführung; Stärkung und Wertschätzung des Ehrenamtes.
ONETZ: Was gibt es aus Ihrer Sicht im Stadtkern zu tun?
Tischler: Die Stadt muss private Initiativen zur Sanierung leerstehender Häuser in jeder Form unterstützen und darüber hinaus selbst in diesem Bereich tätig werden. Der Stadtkern muss als Wohn- und Geschäftsraum attraktiv gehalten werden.
Lotter: Den Weg weiter gehen mit der Belebung der Altstadt durch sinnvolle Sanierung. Auch eine enge Zusammenarbeit mit potenziellen Investoren zur Neuausrichtung des Stadtkerns.
ONETZ: Was braucht die Stadt, um fit zu sein für die Zukunft?
Tischler: Gesunde Unternehmen, die Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten und die Wirtschaftskraft der Stadt stärken sowie ein attraktives Lebens-Umfeld für alle Altersgruppen. Aufgabe der Stadt ist es, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.
Lotter: Einen motivierten, engagierten und jungen Bürgermeister der CSU der vorangeht, und einen Stadtrat der über die Parteigrenzen hinaus im Konsens gute Politik für Pfreimd betreibt!
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