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11.10.2023
Nach fünf Jahren wieder zwei Bezirksräte aus demLandkreis Schwandorf

Schwandorf  (Der Neue Tag - 11.10.2023)

Montags noch eine Vermutung, am Dienstagnachmittag steht es dann endgültig fest: Richard Tischler holt ein zweites Bezirkstagsmandat in den Landkreis Schwandorf. Für die Freien Wähler bedeutet das einen Erfolg auf allen Ebenen.

Da freue ich mich natürlich“, sagt der Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler (63), als am Dienstag schließlich feststeht, dass er in den Bezirkstag einziehen wird. Die Freien Wähler hätten bei der Wahl allgemein gut abgeschnitten und einen Sitz dazugewonnen, vor allem könne sich aber auch Tischlers persönliches Ergebnis sehen lassen: Holte er bei der Bezirkswahl 2018 noch 12,9 Prozent der Erststimmen, waren es dieses Mal 22,2 Prozent. Über diese Verbesserung hatte sich der FW-Kandidat bereits am Montag überrascht gezeigt. Bereits da war absehbar, dass ein Listenmandat an ihn gehen könnte.

Ein Grund für das gute Abschneiden im Jahr 2023 ist Tischlers Ansicht nach, dass er 2018 erst seit Kurzem Bürgermeister und Kreisrat war. Inzwischen bekleidet er diese Posten deutlich länger und ist zudem stellvertretender Landrat. Gestartet war Tischler auf Listenplatz fünf, konnte jedoch durch die Stimmenverteilung einen Platz gutmachen und mit dem für die FW neuen vierten Mandat einziehen. „Ich freue mich auf die Arbeit im Bezirk“, sagt er. Das habe ihn schon immer interessiert, schon früher hatte er als Journalist damit zu tun.

Freilandmuseum „vor der Tür“

Themen, die er im Bezirkstag prägen möchte, sind zum Beispiel Soziales und Gesundheit – Bereiche, die ihm persönlich am Herzen liegen. Und mit dem Freilandmuseum habe er ja noch eine „kulturelle Einrichtung des Bezirks direkt vor der Haustür“, so Tischler. „Wenn ich bei diesen Dingen jetzt mitreden darf, kommt das meinen persönlichen Interessen schon sehr nahe.“

Neben seinem persönlichen Erfolg freut sich Tischler vor allem über das gute Abschneiden der Freien Wähler bayernweit und besonders im Landkreis Schwandorf – denn neben Tischler konnte auch Martin Scharf über die Liste in den Landtag einziehen. „Das ist schon ein besonderer Erfolg. Ich freue mich für Martin Scharf. Dass wir das im Bezirkstag abrunden können, da können wir zufrieden sein.“

Direktmandat für Ebeling

Damit gehen zwei Bezirkstagsmandate in den Landkreis Schwandorf. Das Direktmandat holte sich Thomas Ebeling (CSU) – vergangene Periode war er der einzige Vertreter aus dem Landkreis im Gremium. Die weiteren Kandidaten aus dem Stimmkreis Schwandorf hatten dagegen keine Chance auf einen Platz. Neben sieben Sitzen für die CSU und vier für die Freien Wähler entfallen drei Sitze auf die AfD. Diese nach gehen Weiden, Regensburg-Land und Amberg-Sulzbach. Tobias Gasparin, der im Stimmkreis Schwandorf angetreten war, landete auf der AfD-Liste trotz gutem Ergebnis (20,2 Prozent Gesamtstimmen) nur auf dem achten Platz. Zwei Sitze im Bezirkstag gehen an die Grünen – die Schwandorfer Kandidaten Ulrike Pelikan-Roßmann und Florian Klein erreichen am Ende aber nur Listenplatz sieben und 13. Bruno Lehmeier aus Regensburg ergattert den einzigen Bezirkstagssitz für die SPD, hier gehen Karin Frankerl und Martin Bauer aus Schwandorf mit den Listenplätzen fünf und zwölf leer aus. Auch Verena Obermeier (FW) und Sabine Schindler (CSU) sind mit den Plätzen 16 und 14 auf ihren Listen weit von einem Mandat entfernt. 

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