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07.08.2023
Markige Worte von Aiwanger bei Jubiläumder Freien Wähler in Teunz

Teunz (Der Neue Tag - 07.08.2023)

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens gibt es für die Freien Wähler Teunz prominenten Besuch: Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident kommt und nimmt kein Blatt vor den Mund..


Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler (FW), Hubert Aiwanger, gratulierte zum Jubiläum und trug sich ins goldene Buch der Gemeinde ein. In seiner Rede im voll besetzten „Fuchsberger Feststodl“ machts sich der stellvertretende bayerische Ministerpräsident mit deutlichen Worten für das Leistungsprinzip stark.

Die Teunzer Blaskapelle spielte zur Unterhaltung auf, und die Feuerwehren Kühried und Teunz versorgten die 700 Gäste am Samstagabend im Feststodl mit Speisen und Getränken. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als Hubert Aiwanger schließlich mit einiger Verspätung eintraf und das Bad in der Menge sichtlich genoss. Der Teunzer FW-Vorsitzende Florian Spießl hieß den Ehrengast gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Eckl willkommen und bat ihn um einen Eintrag ins goldene Buch. In seiner anschließenden Rede bekräftigte der Bundes- und Landesvorsitzende der Freien Wähler die Positionen seiner Partei.

Gegen Erbschaftssteuer

Hubert Aiwanger ist für eine Abschaffung der Erbschaftssteuer und der Meinung: „Den Erben sollte man stattdessen eine Startprämie bezahlen.“ Der bayerische Wirtschaftsminister tritt für das Leistungsprinzip ein und stellt sich auf die Seite der Fleißigen. Bürgergeld für Bedürftige ja, „aber nicht für die Faulenzer“, sagt Hubert Aiwanger, für den „beim Bürgergeld Milliarden im Sand versickern“. Der Mindestlohn müsse steuerfrei bleiben, „damit derjenige, der hart arbeitet, mehr in der Tasche hat als derjenige, der nichts tut“.
Mit ihrer Politik gefährde die Ampel-Regierung den sozialen Frieden im Land, meint der Chef der Freien Wähler. Er wettert gegen bürokratische Auswüchse, setzt auf die Leistungsträger und fordert mehr Praxisbezug mit den Worten: „In der Politik gibt es zu viele Leute, die keine Schaufel halten können, aber anschaffen wollen.“ 

Immer wieder bekommt Aiwanger Applaus. Vor allem dann, wenn er sich für eine „Energiepolitik mit Augenmaß“ ausspricht, eine Flexibilisierung der Arbeitszeit fordert und sich für eine Einwanderungspolitik zum Wohle des Landes einsetzt. „Zuwanderer sollen schnellstmöglich in den Arbeitsprozess integriert werden“, so die Forderung des Wirtschaftsministers. Seine Befürchtung: „Wenn wir die aktuellen Fehlentwicklungen nicht in den Griff kriegen, wird das Land weiter abschmieren“. Aiwanger wendet sich gegen „die selbstgerechten Klimakleber, die uns die Welt erklären wollen“.

Kritik an „Kürzungsorgien“ 

Die Freien Wähler möchten „mit der CSU in Bayern weiterregieren“, gibt der stellvertretende Ministerpräsident zu verstehen. Er setzt auf High-Tech, „grünen Wasserstoff“, Forschung und Bildung und verspricht mehr Beförderungsstellen für Lehrer und die personelle Aufstockung der Polizei.

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Der Ortsverband der Freien Wähler Teunz wurde am 23. April 1997 gegründet. Die Frauen und Männer der ersten Stunde waren Franz Baumer, Maria und Johann Galli, Wilhelm Greber, Thomas Wilhelm, August Fröller, Friedrich Bauer und Alois Schneeberger. Heute hat der FW-Ortsverband 50 Mitglieder. Vorsitzender Florian Spießl betonte die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat mit den Worten: „Auf kommunaler Ebene hat die Fraktionsdisziplin nichts zu suchen“. Der FW-Sprecher im Kreistag, Martin Scharf, würdigte die Verdienste des früheren Vorsitzenden Thomas Wilhelm, der 20 Jahre lang an der Spitze stand und den Ortsverband Teunz in den Kreisverband der Freien Wähler eingebunden habe.


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